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Ein besonders markantes Merkmal unserer heimischen Landschaft sind diebewaldeten Höhen in und um Hagen herum. Es ist kaum vorstellbar, dass vor 300 Jahren hier nicht der Wald, sondern Heideflächen vorherrschten. Unsere heutigen Wälder bilden sicher für die Grundbesitzer einen wichtigen Wirtschaftsfaktor, für die Mehrheit der Bevölkerung sind sie aber unverzichtbar für die Naherholung geworden. Unter den vielen Bäumen in den Hagener Wäldern und der sonstigen Kulturlandschaft fallen mehr oder weniger einige sehr alte Baumveteranen auf, die in der Vergangenheit alle Bestrebungen der Holzgewinnung überlebt haben. Am bekanntesten sind viellicht die Königsbuche Achter de Welt und die Eiche im Siek. Diese alten Bäume auch für die Zukunft als landschaftsprägende Individuen zu erhalten ist das Bestreben des Heimatvereins in Zusammenarbeit mit dem Bezirksförster und dem gemeindlichen Umweltschutzbeauftragten.

In einem ersten Schritt wurde eine vorläufige Liste alter Bäume erstellt, die etwa 30 Bäume enthält. Darunter finden sich drei Baumarten: einige alte Kopfweiden, also Weiden, die regelmäßig geschnitten wurden, um Zweige für die Herstellung von Körben zu gewinnen. Dann gibt es eine ganze Reihe von Kopfbuchen, auch Huchtbuchen genannt: Diese wurden regelmäßig geschnitten, um Brennholz zu gewinnen. Durch den immer wieder neuen Austrieb bildeten sich die markanten Verdickungen, die Köpfe, nach denen sie genannt sind. Hinzu kommt eine Reihe alter mächtiger Eichen. Zum Teil stehen sie in unmittelbarer Nähe von Gehöften, zu denen früher ein kleiner Eichenwald gehörte, andere stehen als markante Einzelbäume zum Beispiel auf Weideflächen.


Die Kopfweiden und -buchen bedürfen regelmäßiger Schnittpflege, sonst entwickelt sich im Laufe der Jahrzehnte eine mächtige Krone, die eine zu große Last für den Stamm bedeutet, oder sie bietet dem Wind eine zu große Angriffsfläche. Durch beides droht der Baum auseinanderzubrechen. Den auf Weideflächen stehenden Eichen droht im Laufe der Jahre Schaden im Wurzelbereich durch den Viehtritt. Hier könnte eine Auszäunung des Baumes helfen.


Erhaltung und Pflege der alten Bäume gehen nur in Zusammenarbeit mit den Eigentümern. Mehrere Sicherungsmaßnahmen wurden bereits durch den Heimatverein und die Gemeinde Hagen a.T.W. umgesetzt.

 

 


Altbaumschutz

Ein besonders markantes Merkmal unserer heimischen Landschaft sind die bewaldeten Höhen in und um Hagen herum. Es ist kaum vorstellbar, dass vor 300 Jahren hier nicht der Wald, sondern Heideflächen vorherrschten. Unsere heutigen Wälder bilden sicher für die Grundbesitzer einen wichtigen Wirtschaftsfaktor, für die Mehrheit der Bevölkerung sind sie aber unverzichtbar für die Naherholung geworden. Unter den vielen Bäumen in den Hagener Wäldern und der sonstigen Kulturlandschaft fallen mehr oder weniger einige sehr alte Baumveteranen auf, die in der Vergangenheit alle Bestrebungen der Holzgewinnung überlebt haben. Am bekanntesten sind viellicht die Königsbuche Achter de Welt und die Eiche im Siek. Diese alten Bäume auch für die Zukunft als landschaftsprägende Individuen zu erhalten ist das Bestreben des Heimatvereins in Zusammenarbeit mit dem Bezirksförster und dem gemeindlichen Umweltschutzbeauftragten.

 

In einem ersten Schritt wurde eine vorläufige Liste alter Bäume erstellt, die etwa 30 Bäume enthält. Darunter finden sich drei Baumarten: einige alte Kopfweiden, also Weiden, die regelmäßig geschnitten wurden, um Zweige für die Herstellung von Körben zu gewinnen. Dann gibt es eine ganze Reihe von Kopfbuchen, auch Huchtbuchen genannt: Diese wurden regelmäßig geschnitten, um Brennholz zu gewinnen. Durch den immer wieder neuen Austrieb bildeten sich die markanten Verdickungen, die Köpfe, nach denen sie genannt sind. Hinzu kommt eine Reihe alter mächtiger Eichen. Zum Teil stehen sie in unmittelbarer Nähe von Gehöften, zu denen früher ein kleiner Eichenwald gehörte, andere stehen als markante Einzelbäume zum Beispiel auf Weideflächen.

Die Kopfweiden und -buchen bedürfen regelmäßiger Schnittpflege, sonst entwickelt sich im Laufe der Jahrzehnte eine mächtige Krone, die eine zu große Last für den Stamm bedeutet, oder sie bietet dem Wind eine zu große Angriffsfläche. Durch beides droht der Baum auseinanderzubrechen. Den auf Weideflächen stehenden Eichen droht im Laufe der Jahre Schaden im Wurzelbereich durch den Viehtritt. Hier könnte eine Auszäunung des Baumes helfen.

Erhaltung und Pflege der alten Bäume gehen nur in Zusammenarbeit mit den Eigentümern. Mehrere Sicherungsmaßnahmen wurden bereits durch den Heimatverein und die Gemeinde Hagen a.T.W. umgesetzt.

 

Streuobstwiesen

Unserer Gemeinde kommt in Bezug auf den Anbau von Obst und der Obstvermarktung eine Sonderrolle zu.

Schon 1834 erwähnt das Amt Iburg, die Gemeinde Hagen sei im Vergleich zu anderen Gemeinden eine “Ausnahme“, weil „in diesem Kirchspiele die Obstbaumzucht überhaupt am weitesten gediehen (sei) … und aus demselben sowohl Sommerobst, besonders Kirschen als auch Winterobst nach Osnabrück verkauft“ werde; der Verkauf sei „ziemlich bedeutend“. Die Beziehung der Hagener speziell zur Kirsche scheint indes viel weiter zurückzureichen. Schon um 1600 kaufte nämlich das Schloß Iburg mehrfach Kirschen aus Hagen. Man kann also durchaus von einer über 400 Jahre andauernden Hagener Kirschgeschichte sprechen.

Obstanbau wurde in Hagen indes nie als Vollerwerb  betrieben, sondern immer nur als lohnender Nebenerwerb. Gleichwohl sollen noch in den 1950ér Jahren über 3000 hochstämmige Kirschbäume und annähernd gleich viele Apfel- und Birnbäume das Hagener Ortsbild vor allem in den Ortsteilen Mentrup‚ Beckerode und Sudenfeld geprägt haben.

Durch veränderte Konsumgewohnheiten, steigende Lohnkosten und zunehmende ausländische Konkurrenz wurde ab den 1960ér Jahren der Obstanbau als Nebenerwerb immer unlukrativer, so daß viele alte Obstbäume gerodet wurden, während Nach- und Neuanpflanzungen kaum noch erfolgten. Ein Verlust von Sortenvielfalt und landschaftlich prägender Elemente war und ist die Folge. Der Gemeinde Hagen a.T.W. drohte ein Jahrhunderte altes „Alleinstellungsmerkmal“, nämlich „das Kirschenparadies“ schlechthin zu sein, abhanden zu kommen. Erst in den letzten Jahrzehnten seit 1990 hat in der Gemeinde und der Bevölkerung ein Bewußtseinswandel eingesetzt, der sich in etlichen Maßnahmen und Aktionen speziell zur Rettung der Kirsche in Hagen a.T.W. darstellt (finanzielle Förderung von Kirschbaumpflanzung, Erhalt von Streuobstwiesen durch den Heimatverein, Anlegung eines Kirschlehrpfades, Einrichtung eines Kirschinformationszentrums, Aufnahme der Kirsche in das offizielle Logo der Gemeinde, touristische Werbung seitens des Touristikverbandes Hagen a.T.W., Kirschfest etc…).

Es ist zu hoffen, daß all diese Bemühungen und das vom Heimatverein im Jahre 2014 herausgegebene Buch „Obstanbau und Obsthandel in Hagen a.T.W.“ dazu beitragen, das Bewußtsein für die Bedeutung der Obst- und Kirschenvielfalt für Hagen und die ganze Region zu wecken und zu erhalten, damit für uns und auch für nachfolgende Generationen die Verse aus dem 1850 von Kaplan Seling aus Osnabrück verfaßten Hagener Heimatliedes Gültigkeit haben:

„… hier Kirsch- dort Apfelwald,
gleich einem Paradiese,
mein schönster Aufenthalt.“

Rainer Rottmann

Kirschlehrpfad an der Straße Zum Jägerberg

Streuobstwiese auf dem früheren Hof Forstmann in Mentrup

Streuobstwiese der AG Natur und Umwelt im Wallenbruche

Streuobstwiese Loheider, Loheiden Knapp

Hof Kleimeyer/Pues in Mentrup

Hof Wellmann in Natrup Hagen

Streuobstwiese auf dem Knoll in Mentrup

 

Streuobstwiese auf dem Hof Plantholt/Schulte to Bühne
in Natrup Hagen

 

Baumpflanzaktion auf dem Hof Voß in Natrup-Hagen

Streuobstwiese auf dem Anwesen Schniederberend in Gellenbeck

Streuobstwiese des Hofes Ehrenbrink in Mentrup

Streuobstwiese auf dem Hof Rottmann

Zu den prägenden Elementen des Hagener Ortsbildes und der Hagener Landschaft gehören seit alters die Streuobstwiesen bei den Bauernhöfen und Kotten. Um diese zu erhalten und zu pflegen veranstaltet der HVH jährlich einmal an einem Samstagvormittag im November eine Pflanzaktion. Fünfundzwanzig Obstwiesen wurden so in den vergangenen Jahren an markanten Stellen in Hagen erneuert oder neu angepflanzt. Ein gemeinsames Frühstück betont den gleichzeitig geselligen Charakter dieser Veranstaltung.


Übersicht über die bisherigen Pflanzaktionen

1990

Hof Nollmann

Natrup-Hagen

Obstbäume

1991

Hof Schulte to Brinke

Natrup-Hagen

Obstbäume, Eichen und Walnuss

1992

Anwesen Schniederbernd

Gellenbeck

Obstbäume

1993

Hof Winter

Mentrup

Obstbäume, 3 Eichen

1994

Hof Borgelt

Gellenbeck

Obstbäume

1995

Hof Plogmann

Altenhagen

Obstbäume

1998

Hof Meyer zu Natrup

Natrup-Hagen

Obstbäume, 1 Eiche

1999

Höfe Wilxmann und Hohenbrink

Altenhagen

Obstbäume

2000

am Breiten Stein, Borgberg

Beckerode

Kastanien und Haselnuss

2000

Hof Meyer to Bergte

Gellenbeck

Obstbäume, 2 Walnüsse

2001

Hof Ehrenbrink

Mentrup

Obstbäume, 1 Walnuss

2002

Hof Martin

Mentrup

Obstbäume, 1 Walnuss

2003

Hof Schulte to Bühne (Plantholt)

Natrup-Hagen

Obstbäume

2004

Hof Rüter–Abkemeyer

Mentrup

Obstbäume, 1 Walnuss

2004

Hof Dillmann

Mentrup

1 Eiche

2005

Kotten des Hofes Schulte to Brinke

Natrup-Hagen

Obstbäume

2006

Hof Ehrenbrink

Mentrup

Obstbäume

2007

Hof Grimmelsmann

Mentrup

Obstbäume

2008

Hof Witte-Krützmann

Beckerode

Obstbäume

2009

Hof Wellmann

Natrup-Hagen

Obstbäume

2010

Hof Voß

Natrup-Hagen

Obstbäume

2011

Anwesen Brockmeyer

Altenhagen

Obstbäume

2012

Natruper Mühle

Natrup-Hagen

Obstbäume

2013 Kotten des Hofes Sudenfeld Sudenfeld Obstbäume
2014 Jugendhof Obermeyer Altenhagen Obstbäume
2015 Anwesen Bergmeyer Gellenbeck Obstbäume
2016 Hof Gretzmann Sudenfeld Obstbäume
2017 Jugendhof Schuten Große Heide Obstbäume

Naturschutzgebiet Silberberg

Das im Jahr 2012 ausgewiesene Naturschutzgebiet  „Silberberg“ zur Größe von 40,46 ha ist biologisch eines der vielfältigsten Gebiete und eine Besonderheit im Osnabrücker Land. 36,6 ha dieser Fläche sind nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union unter Schutz gestellt. Bisher konnten über 200 Blütenpflanzen sowie 70 Moosarten nachgewiesen werden. Hinzu kommen viele seltene und außergewöhnliche Tierarten, so beispielsweise eine große Vielfalt an Schmetterlingen. Entstanden ist diese große Artenvielfalt durch historische Formen der Landnutzung wie Waldweide, Niederwaldwirtschaft sowie den seit dem Mittelalter dokumentierten historischen Erzbergbau.



Kalk-Magerrasen mit Wacholder im NSG Silberberg.
Foto: Martin Schniederbernd        In alten Silbererz-Schürfgruben wächst das sehr
seltene Galmeihellerkraut (Thlapsi calaminare),
eine schwermetall-tolerante Pflanze.
Foto: Martin Schniederbernd
Das Gebiet hat bis heute nichts von seiner Schutzwürdigkeit eingebüßt. Um die Erhaltung und Pflege haben sich insbesondere die Mitglieder der AG Natur und Umwelt Hagen a.T.W. verdient gemacht. Einen von Herrn Marcus Koch verfassten Aufsatz über das Naturschutzgebiet finden Sie im Heimatjahrbuch des Heimatbundes Osnabrücker Land 1996.

Naturdenkmale in Hagen a.T.W.

Einzelne Naturschöpfungen die, zum einen wegen ihrer Bedeutung für Wissenschaft, Natur- und Heimatkunde oder aufgrund ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit besonderen Schutzes bedürfen, kann die zuständige Naturschutzbehörde durch Verordnung zu Naturdenkmalen erklären.

In Hagen a.T.W. wurden folgende Naturdenkmale ausgewiesen:

Bezeichnung

Lage

Heidenopferstein (Breiter Stein)

am Nordhang des Borgberges; Wanderparkplatz am Borgberg.

Grafentafel

rd. 400 m westl. der Holperdorper Str.,

unmittelbar an der Landesgrenze; Wanderparkplatz Grafentafel.

Dicke Buche „Königsbuche“

ca. 200 m nördl. der Abzweigung des Auffahrtsweges zum Dörenberg; Wanderparkplatz Wittenbrink.

Nordostwand der ehemaligen Buntsandsteingrube am Heidberg

rd. 620 m nordwestl. der Kuppe des Silberberges (ehemalige Tongrube)

Westwand des ehemaligen Steinbruches am Butterberg

rd. 200 m nordwestl. der Kuppe des Butterberges

„Drehenbrooker Tümpel“

direkt  westl. an der Holperdorper Str., ca. 800 m südl. der Einmündung in die Natruper Str.

Hagener Landschaft hat Geschichte

In der Hagener Landschaft hat das Wirken unserer Vorfahren viele Spuren hinterlassen, die sie erst zu dem haben werden lassen, was sie heute ist. Seit der Zeit, als die Menschen das Jagen und Sammeln gegen Ackerbau und Viehzucht eintauschten, versuchen sie, die Natur zu formen, sie nach ihren Bedürfnissen zu nutzen und zu verändern. Aus der Natur- wurde die Kulturlandschaft. Trotz des Landschaftswandels sind viele Spuren aus alter Zeit noch erhalten.

Unter dem Titel „Landschaft erzählt Geschichte – Auf Spurensuche in Hagen a.T.W.“
hat die Gemeinde Hagen a.T.W., in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Hagen a.T.W. und unter Federführung von Herrn Christian Wiegand, Hannover, eine 40 Seiten umfassende Publikation herausgegeben. In derselben werden die Themen Landwirtschaft, Waldwirtschaft, Siedlungs- und Bauwesen, Rohstoffabbau, Gewässerbau und Verkehrswesen behandelt. Die Broschüre kann bei der Gemeinde Hagen a.T.W. käuflich erworben werden.


Die Flurkarten der ersten Landesvermessung der zum Fürstlich Osnabrückischen Amte Iburg gehörigen im Kirchspiel Hagen belegenen Bauerschaften SUDENFELD, GELLENBECK, NATRUP, ALTENHAGEN, MENTRUP, BECKERODE UND GROSSEN HEIDE von J. W. DuPlat aus der Zeit um 1787 geben nicht nur ein bis in alle Details genaues Bild einer von Markenteilung und Flurbereinigung noch unberührten Kulturlandschaft. In ihnen liegt vielmehr eine Jahrhunderte zurückreichende Entwicklung der Besiedlungsgeschichte verborgen. Neben Hinweisen auf die Besiedlungsgeschichte gibt die Karte aber auch noch weitere interessante Hinweise, so zum Beispiel auf die einstige Nutzungsart der Grundstücke. Des Weiteren überliefert die Karte eine ganze Reihe von Flurnamen. Interessant ist auch die Darstellung der Bewaldungssituation. Die vom Heimatverein herausgegebene Reproduktion der Karte, die eine Zusammenfassung der sieben Einzelblätter im Maßstab 1:10.000 darstellt,  ist ebenfalls in der Gemeindeverwaltung erhältlich.


Natur vor unserer Tür


lautet der Titel einer Publikation, die die Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt Hagen a.T.W. e.V. im Jahr 2001 herausgegeben hat. Sie enthält vielfältige Artikel zu Themen wie Geologie, Tier- und Pflanzenwelt sowie Kulturlandschaftspflege. Enthalten ist auch eine Auflistung naturkundlicher Sehenswürdigkeiten in und um Hagen. In Zusammenarbeit von AG Natur und Umwelt und HVH wurden diese Sehenswürdigkeiten in die aktuelle Hagener Wanderkarte eingezeichnet. Die Broschüre kann bei der AG sowie bei der Gemeinde Hagen a.T.W. käuflich erworben werden

  • 01 Waldweg am Mittelberg01 Waldweg am Mittelberg
  • 02 Steinbruch am Heidhorn02 Steinbruch am Heidhorn
  • 03 Baumallee zum Hof Schlamann03 Baumallee zum Hof Schlamann
  • 04 Eichenallee zum im Jahre 1900 abgebrannten Hof Sudenfeld04 Eichenallee zum im Jahre 1900 abgebrannten Hof Sudenfeld
  • 05 Goldbachbruecke in Natrup-Hagen05 Goldbachbruecke in Natrup-Hagen
  • 06 Hohlweg Am Dillbach - Zum Schoppenbrink06 Hohlweg Am Dillbach - Zum Schoppenbrink
  • 07 Hohlweg im Hexenholz in Mentrup07 Hohlweg im Hexenholz in Mentrup
  • 08 Kopfweiden am Lotter Weg08 Kopfweiden am Lotter Weg
  • 09 Huchtbuchen am Borgberg09 Huchtbuchen am Borgberg
  • 11 Ehemalige Wallhecke am Silberberg11 Ehemalige Wallhecke am Silberberg
  • 12 Durchgewachsener Niederwald am Engelbusch12 Durchgewachsener Niederwald am Engelbusch
  • 13 Stockausschlag-Buche am Silberberg13 Stockausschlag-Buche am Silberberg
  • 14 Stechpalmenbestaende als Ueberreste ehemaliger Hudewirtschaft14 Stechpalmenbestaende als Ueberreste ehemaliger Hudewirtschaft
  • 15 Mundloch eines Stollens am Silberberg15 Mundloch eines Stollens am Silberberg
  • 16 Tongruben der frueheren Toepferei Hehemann am Lotter Weg16 Tongruben der frueheren Toepferei Hehemann am Lotter Weg
  • 17 Muehlteich der Gellenbecker Muehle17 Muehlteich der Gellenbecker Muehle
  • 18 Ehemalige Flachsteiche an der HolperdorperStr18 Ehemalige Flachsteiche an der HolperdorperStr
  • 19 Stufenrain in Altenhagen19 Stufenrain in Altenhagen
  • Mühlenteich Stramann-Schlamann in Natrup-HagenMühlenteich Stramann-Schlamann in Natrup-Hagen
  • Wildapfelbaum auf dem Hof VoßWildapfelbaum auf dem Hof Voß

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Gedanken zum Begriff Kulturlandschaft

Menschen, die sich die Erde untertan gemacht haben, gestalteten die Landschaft – und sie tun dies immer weiter: Sie rodeten den Wald, begradigten den Fluss, deichten die Marsch ein und trugen Gestein ab. Und sie pflügen den Acker, ernten das Korn, pflanzen Obstbäume und jäten Unkraut im Garten. Es gibt Gegenden, in denen man meint, die Natur herrsche allein vor; solche Gegenden nennt man Naturlandschaften. Doch die Annahme ist eine Illusion, dass es hierzulande eine „reine“ Naturlandschaft gäbe. Zwar ist am Meer der immerwährende Wandel von Natur besonders gut zu erkennen. Aber die Gestalt der Küste ist auch sehr weitgehend von Menschen geprägt worden.

In anderen Gegenden hat man den Eindruck, Kultur würde alleine herrschen, in der Stadt, im Garten, im Park. Doch selbst in der Stadt kann man Natur erkennen: Zwischen den Häusern und sogar in den Pflasterritzen der Straßen wachsen Pflanzen. Vögel leben dort, brüten in Straßenbäumen. Der „Zahn der Zeit“, der am Gemäuer nagt, ist eine weitere Erscheinungsform von Natur. Die Natur lässt auch in der Stadt nichts beständig bleiben. In Gärten und Parks bestimmen die Menschen, wo Pflanzen wachsen. Das überall im Garten sprießende Unkraut zeigt, wie sehr dort die Natur präsent ist.

An der Küste wie im Gebirge, im Hügelland wie am Fluss stellten sich Menschen auf die Bedingungen der Natur ein und gestalteten „ihre“ Landschaft so, dass sie sich optimal nutzen ließ. Felder wurden eingeebnet und mit Wällen umgeben. Wiesen legte man in den Niederungen an, wo das Land bewässert werden konnte. Ebene Verkehrsweg baute man am Rand der Talniederungen. Windmühlen wurden nach Möglichkeit auf Hügeln errichtet, Wassermühlen an Flüssen und Bächen. Das Wasser wurde gestaut, so dass sich Teiche bildeten.

Mit moderner Technik wird man immer unabhängiger vom Gelände. Feuchtes Land kann man heute so gut drainieren, dass auch dort Felder angelegt werden, wo ehemals nur Grünlandwirtschaft möglich war. Wiesen müssen nicht mehr bewässert werden, um Mineralstoffe aufs Land zu bringen. Moderne Düngung scheint einfacher. Hecken, Wälle und Feldgehölze sind den Maschinen im Weg. Industrieanlagen müssen nicht mehr im Tal stehen, sie können auch mit Strom angetrieben  werden.
Vieles, was nicht mehr gebraucht wird, verschwindet. Transformatoren- und Bahnwärterhäuser, Mühlen, Fabrik- und Bergwerksanlagen werden abgerissen. Hecken und Feldgehölze werden gerodet, ehemals beweidete Wälder und die offene Heide entwickeln sich zu dichtem Hochwald, Wälle und Bewässerungsgräben  werden eingeebnet, die Konturen von mittelalterlichen Ackerstreifen werden undeutlicher. Alles, was entweder durch natürlichen Zerfall oder durch menschliche Zerstörung verschwindet, steht nicht mehr in einem funktionalen Zusammenhang, es wird nicht mehr genutzt und ist dann Relikt einer historischen Kulturlandschaft.

In vielen Fällen muss man sich fragen, ob wir die Elemente der historischen Kulturlandschaft nicht doch noch brauchen, obwohl wir sie nicht mehr nutzen: als Landmarken nämlich, die besonders charakteristisch für einen Landstrich sind. Feldgehölze und ehemalige Güterbahnhöfe sind reich an Tier- und Pflanzenarten. Vor allem aber kann ihre Existenz zur Identität von Landschaften beitragen. Menschen, die Elemente der historischen Kulturlandschaft wiedererkennen, erinnern sich an frühere Zeit. Ihnen wird dabei klar, wie sehr sich die Landschaft im Verlauf von Jahren oder Jahrzehnten ändert. Müssen wir uns also nicht gerade für die zunächst oft unscheinbaren Zeugnisse menschlichen Tuns in früheren Zeiten besonders einsetzen,  um die Identität von Landschaften zu wahren?

Mit Sicherheit kann nicht alles erhalten werden, was auf früheres menschliches Wirken hinweist. Aber es lohnt sich, darüber nachzudenken, was bleiben muss. Zu vielen der Elemente müssen die Geschichten gesammelt werden, die sich in ihrem Umfeld abgespielt haben. Die Bevölkerung und nicht etwa eine Behörde entscheidet, welche dieser Elemente unbedingt erhalten bleiben sollen, weil sie Bedeutung für die Identität einer Landschaft haben und deren Unverwechselbarkeit ausmachen.

In diesem Sinne richten der Niedersächsische Heimatbund und die ihm angeschlossenen  Heimatvereine an die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land einen dringenden Appell zur Erhaltung unserer Kulturlandschaften.

Hansjörg Küster
Präsident des Nieders. Heimatbundes

 

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