Naturschutzpreis 2013 für den Heimatverein Hagen

Beispielhaftes Engagement des Heimatvereines im Naturschutz wird gewürdigt.
Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück vergab den Naturschutzpreis 2013

Jedes Jahr verbindet die Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück die Vergabe ihres Naturschutzpreises im Wert von 5.000,- Euro mit einem anderen Thema. Der diesjährige Preis wurde für Einzelpersonen und Gruppen ausgeschrieben, die beispielhafte Naturschutzarbeit geleistet oder sich im Naturschutz in besonderer Weise engagiert haben. Im Hotel und Gestüt Bischofs-Hof in Hilter wurden die diesjährigen Empfänger ausgezeichnet.

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Für den Heimatverein nahmen Antonius Thorwesten und Johannes Brand Urkunde und Preis entgegen. (Foto: Hermann Pentermann)


Der Naturschutzpreis 2013 wurde auf 23 Preisträger verteilt.

In der Kategorie Organisationen, Vereine und Gruppen erhielt unter anderem der Heimatverein Hagen a.T.W. die Anerkennung mit einem Preis von 300 €. Die Stiftung begründete die Preisverleihung an den Heimatverein:

Neben seinen traditionellen Zielen wie der Erforschung zur Geschichte Hagens, der Erhaltung und Pflege von baulichen Kulturgütern und der Erhaltung der plattdeutschen Sprache, engagiert sich der Heimatverein auch im Bereich des Natur- und Umweltschutzes. Seit 1990 wurden zur Erhaltung der Baumvielfalt und des Hagener Landschaftsbildes 22 Streuobstwiesen ergänzt oder neu angelegt. Voraussetzung ist, dass sich die Grundstückseigentümer bereit erklären, die Streuobstwiesen auch langfristig zu pflegen.

Weitere Maßnahmen zielen auf die Erhaltung von alten, stark dimensionierten Bäumen, die die Hagener Kulturlandschaft prägen. In Zusammenarbeit mit dem Förster Frank Berstermann wurde ein Altbaumkataster erstellt, in dem neben Baumart, geschätztes Alter und Standort auch Angaben zum Pflegezustand des jeweiligen Baumes gemacht werden. In den vergangenen Jahren wurden einige mächtige alte Kopfbuchen dadurch saniert, dass Baumkronen zurückgeschnitten wurden, um durch diese Gewichtsreduzierung ein Auseinanderbrechen des Stammes zu verhindern. Diese Maßnahmen wurden einvernehmlich mit dem jeweiligen Grundstückseigentümer durch Fachleute auf Kosten des Heimatvereins durchgeführt. Ziel ist, die wenigen Baumveteranen im Gemeindegebiet so lange wie möglich für künftige Generationen zu erhalten.

Die Preisverleihung  ist Anerkennung für die seit vielen Jahren ehrenamtlich geleistete Arbeit und Ansporn, sich auch im Bereich des Umwelt – und Naturschutzes weiter zu engagieren.