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Die 1836 in der Hagener Bauerschaft Beckerode gegründete und 1839 in Betrieb genommene „Beckeroder Eisenhütte“ war der erste echte Industriebetrieb im Osnabrücker Land. Während der Betriebszeit des Hochofens von 1839 bis 1863 wurde das hier in Hagen erzeugte Roheisen wegen seiner hervorragenden Qualität nicht nur gewinnbringend direkt an westfälische Eisengießereien und Stahlwerke verkauft, sondern auch hier in Beckerode in der betriebseigenen Eisengießerei unter anderem zu Werkzeugen, Maschinenteilen, Rohren und Öfen verarbeitet. Das reichhaltige Warensortiment der Beckeroder Eisenhütte ergibt sich aus den zwei Musterbüchern, in denen die Eisenhütte ihre Waren detailliert anbot.

Doch was ist davon geblieben? Noch um 1920 hatte ein Hagener Handwerker während seiner Gesellenzeit in Hannover in den Herrenhäuser Gärten an alten Rohren der dortigen Wasserkunst den Namen der Beckeroder Eisenhütte gesehen. Die Beckeroder Eisenhütte hatte in den Jahren 1847 bis 1856 die gesamten Rohrleitungen für die vorgenannte „Wasserkunst“ in Hannover geliefert.

In der Gemeinde Hagen a.T.W. gibt es – soweit bislang bekannt – wohl keinerlei Exponate aus der Produktion der Beckeroder Eisenhütte mehr. Diejenigen, die es gab, sind vermutlich alle den Weg zum Schrotthändler gegangen.

Dem Deutschen Eisenofenmuseum in Pfuhl (Neu-Ulm) ist es nun aber gelungen, zumindest drei Exemplare von verschiedenen, auf der Beckeroder Eisenhütte produzierten Eisenöfen ausfindig zu machen und seinem Bestand zuzuführen. Diese gusseisernen Öfen aus Beckerode belegen den für die damalige Zeit hohen handwerklichen und technischen Standard der hiesigen Eisenhütte und das „Know-how“ ihrer Mitarbeiter. Gerade deshalb sind die drei Öfen aus Beckerode auch vom Deutschen Eisenofenmuseum als Beispiele der Ofengießerei aus der Mitte des 19. Jahrhunderts ausgestellt worden.

Rainer Rottmann

Hagen a.T.W.

            

Fotos: Deutsches Eisenbahnmuseum

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