Heimatverein Hagen setzt Gedenkstein

Eine Aufgabe des Heimatvereins Hagen ist es, auf Kulturlandschaftselemente von regionaler Bedeutung hinzuweisen. Ein Findling mit Gedenktafel in Baumanns Knollen am Quellbereich des Poggenbachs tut genau das.

Denn genau dort entstand 1932 Hagens erster Wasserbeschaffungsverband, die Wassergenossenschaft Wasserleitung Altenhagen, der noch bis heute existiert. Er nutzte das frische Quellwasser des Bachs, fing es weiter talwärts in einem Behälter auf und speicherte es derart für trockene Tage. Erst dadurch wurde eine dichtere Besiedlung von Altenhagen und Mentrup möglich, wo es besonders schwierig war, anderweitig an Wasser zu kommen.

Gedenktafel in Baumanns Knollen

Ein Findling mit Gedenktafel an einem bei Wanderern und Spaziergängern beliebten Weg in Baumanns Knollen verweist nun auf genau jene Stelle. Von dort aus ist der Brunnenkopf der inzwischen nicht mehr genutzten Wasserversorgung leicht talwärts deutlich zu sehen. Neben den Heimatvereinsmitgliedern Antonius Thorwesten und Johannes Frankenberg besichtigten die Stelle nun auch Bürgermeister Peter Gaußmann, Stefan Altevogt als Vorsitzender des Wasserbeschaffungsverbands und Waldbesitzer Josef Niehenke, dessen Großvater seinerzeit auch aktiv in der Initiative war.

Ortsgeschichte wird erlebbar

„Ich bin dankbar, dass der Heimatverein mit dieser Aktion wieder einmal einen Punkt kenntlich gemacht hat, an dem lokale Geschichte erlebbar ist“, betonte Peter Gaußmann bei der Ortsbegehung und verwies darauf, dass die Grundschulen der Gemeinde so eine weitere Stelle haben, an der sie Ortsentwicklung bei einem Ausflug etwa für die Grundschüler nachvollziehbar erlebbar machen können. Er gestand aber auch ein, dass er selbst bis dato gar nicht hätte sagen können, wo der Poggenbach eigentlich genau entspringt.

Plaudern über lokale Geschichte

In der Runde entwickelte sich so schnell ein Gespräch über lokale Geschichten und Anekdötchen. Johannes Frankenberg etwa verwies darauf, dass die gesamte Landschaft ja eine von Menschenhand geprägte Kulturlandschaft ist, in der der Heimatverein Hagen seit vielen Jahren immer wieder mittels Aktionen und Gedenktafeln auf besonders prägende Elemente hinweist. Interessierte Bürger können die den neuen Stein finden, indem sie an der Straße Zum Wöhrden der Beschilderung des Ahornwegs von Hagen nach Georgsmarienhütte folgen.

Ein Artikel von Ullrich Schellhaas