Altbaumschutz

Ein besonders markantes Merkmal unserer heimischen Landschaft sind die bewaldeten Höhen in und um Hagen herum. Es ist kaum vorstellbar, dass vor 300 Jahren hier nicht der Wald, sondern Heideflächen vorherrschten. Unsere heutigen Wälder bilden sicher für die Grundbesitzer einen wichtigen Wirtschaftsfaktor, für die Mehrheit der Bevölkerung sind sie aber unverzichtbar für die Naherholung geworden. Unter den vielen Bäumen in den Hagener Wäldern und der sonstigen Kulturlandschaft fallen mehr oder weniger einige sehr alte Baumveteranen auf, die in der Vergangenheit alle Bestrebungen der Holzgewinnung überlebt haben. Am bekanntesten sind viellicht die Königsbuche Achter de Welt und die Eiche im Siek. Diese alten Bäume auch für die Zukunft als landschaftsprägende Individuen zu erhalten ist das Bestreben des Heimatvereins in Zusammenarbeit mit dem Bezirksförster und dem gemeindlichen Umweltschutzbeauftragten.

 

In einem ersten Schritt wurde eine vorläufige Liste alter Bäume erstellt, die etwa 30 Bäume enthält. Darunter finden sich drei Baumarten: einige alte Kopfweiden, also Weiden, die regelmäßig geschnitten wurden, um Zweige für die Herstellung von Körben zu gewinnen. Dann gibt es eine ganze Reihe von Kopfbuchen, auch Huchtbuchen genannt: Diese wurden regelmäßig geschnitten, um Brennholz zu gewinnen. Durch den immer wieder neuen Austrieb bildeten sich die markanten Verdickungen, die Köpfe, nach denen sie genannt sind. Hinzu kommt eine Reihe alter mächtiger Eichen. Zum Teil stehen sie in unmittelbarer Nähe von Gehöften, zu denen früher ein kleiner Eichenwald gehörte, andere stehen als markante Einzelbäume zum Beispiel auf Weideflächen.

Die Kopfweiden und -buchen bedürfen regelmäßiger Schnittpflege, sonst entwickelt sich im Laufe der Jahrzehnte eine mächtige Krone, die eine zu große Last für den Stamm bedeutet, oder sie bietet dem Wind eine zu große Angriffsfläche. Durch beides droht der Baum auseinanderzubrechen. Den auf Weideflächen stehenden Eichen droht im Laufe der Jahre Schaden im Wurzelbereich durch den Viehtritt. Hier könnte eine Auszäunung des Baumes helfen.

Erhaltung und Pflege der alten Bäume gehen nur in Zusammenarbeit mit den Eigentümern. Mehrere Sicherungsmaßnahmen wurden bereits durch den Heimatverein und die Gemeinde Hagen a.T.W. umgesetzt.