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Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land 2021

– mit vielen interessanten Beiträgen für Hagener Heimatfreunde

Soeben ist der 48. Band des Heimat-Jahrbuches Osnabrücker Land erschienen. Schwerpunktthema ist diesmal „Bildung auf dem Lande“, ein ganz weit gefasstes Thema, das sowohl historische wie auch aktuelle Bildungsaspekte umfasst. So werden auch kleine ein- und zweiklassige Volksschulen, wie sie bis weit ins 20. Jahrhundert verbreitet waren, beschrieben, aber auch deren Verschwinden wird untersucht. Lehrerpersönlichkeiten aus dem Osnabrücker Land werden vorgestellt, die über den eigentlichen Unterricht hinaus auf unterschiedlichste Weise sich für Bildung engagiert haben: durch Entwicklung von Unterrichtsmaterialien, als sozial engagierte Verbandsfunktionäre, als Insektenforscher oder als heimatverbundene Künstler. Die Bedeutung von Vereinen für die Bildungsarbeit im Osnabrücker Land wird dargestellt, aber auch die Ausgrenzung jüdischer Schüler in Dorfschulen während der Nazizeit.

Das reich bebilderte Jahrbuch bietet darüber hinaus eine ganze Reihe von Aufsätzen aus den Bereichen Geschichte, Persönlichkeiten und Familien, Erinnerungen, Kunst und Denkmalpflege, Natur und Umwelt sowie Heimat aktuell. Im Kapitel Archäologie werden die neusten Grabungsbefunde aus dem Osnabrücker Land vorgestellt. Schließlich ist auch das Plattdeutsche mit einer Reihe von neuen Texten vertreten.

Wer sich speziell für Hagener Themen interessiert findet auch in diesem Jahr wieder etliche Hagener Bezüge und darüber hinaus Themen von durchaus lokalem und allgemeinem Interesse. Einige Beispiele:

  • 1960 gab es noch sechs Volksschulen in der Samtgemeinde Hagen. 1975 gab es keine mehr. Johannes Brand untersucht am Beispiel der Hagener Volksschulen die Gründe für die Veränderungen im Schulwesen und das „verschwinden der Volksschulen“.
  • Wer noch in seiner Volksschulzeit körperliche Züchtigung erlebt hat, wird sich wundern, wie weit alltägliche Realität und das gesetzlich Erlaubte auseinanderklafften, wenn er den Aufsatz von Karl-Heinz Führen über das „Züchtigungsrecht der Lehrer“ liest.
  • Viele Hagener kennen den Unterrichtsfilm „Vom Korn zum Brot“ aus dem Jahr 1940, der in Natrup-Hagen und Hasbergen gedreht und deutschlandweit in den Schulen eingesetzt wurde. Johannes Brand hat untersucht, warum ausgerechnet in unserer Heimat gefilmt wurde und warum dieser in der Nazizeit gedrehte Film so wenig nationalsozialistische Ideologie enthält, dass er unbedenklich auch noch in der Nachkriegszeit im Unterricht eingesetzt werden konnte.
  • Die Arbeiter-Verkehrsgenossenschaft-Hagen war eine Selbsthilfeeinrichtung von Hagener Hüttenarbeitern und organisierte den Personentransport zwischen Hagen und Georgsmarienhütte und Hagen nach dem Ersten Weltkrieg. Rainer Rottmann stellt die kurze und sehr konfliktreiche Geschichte der AVG dar.
  • „Luxushochzeit auf Staatskosten“: Aus den Iburger Amtsrechnungen der Jahre 1578 und 1579 hat Rainer Rottmann zusammengestellt, welche riesigen Ausgaben das Hochstift Osnabrück für die Aufwendungen zur Hochzeit eines fürstbischöflichen Marschalls tätigte. Zugleich wird deutlich, was damals an Speisen und Getränken für ein fürstliches Fest aufgetischt wurde.
  • Schon in den letzten Heimat-Jahrbüchern wurden Auszüge aus den Erinnerungen von Franz Stallkamp (1864-1956) wiedergegeben, der von 1884 bis 1899 als Lehrer in Sudenfeld und Gellenbeck (1884-1899) tätig war. Nun werden Auszüge geboten, in denen sich Stallkamp an seine außerunterrichtliche Tätigkeit als Schulbuchentwickler und sein ehrenamtliches Engagement als Verbandsfunktionär erinnert.
  • Kraftfahrzeugkennzeichen gehören zu unserem Alltag. Unter dem Titel „IS im Osnabrücker Land“ geht Hermann Goette der hundertjährigen Geschichte der Kennzeichen für unsere Region nach. Und das auf seine unnachahmliche humorvolle, manchmal satirische Art.
  • Bei der Betrachtung der Bilder im Aufsatz von Gerd-Ulrich Piesch über den Osnabrücker Architekten Otto Schneider wird sich viele Leserinnen und Leser an die repräsentativen Geschäftshäuser in der Osnabrücker City erinnern, die dieser Baumeister geplant hat.

Das Buch umfasst insgesamt 320 Seiten. Viel Lesestoff also für alle, die an Hagener Heimatgeschichte interessiert sind und gerne auch in das ganze Osnabrücker Land hineinschauen. Es ist ab sofort im Buchhandel oder direkt beim Heimatbund Osnabrücker Land (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel. 05401/849266) zum Preis von 14,90 Euro erhältlich.

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